Einleitung
Prednisolon ist ein Arzneimittel, das zur Gruppe der synthetischen Glukokortikoide gehört und hat im Körper dieselbe Wirkung wie das in der Nebennierenrinde hergestellte Hydrocortison (Cortisol) und ist ein lebenswichtiges Stresshormon.
Die Nebennierenrindenproduktion an Cortisol wird durch die Hypophyse mit ihrem Hormon ACTH (Adreno-Corticotropes-Hormon)und noch eine Stufe höher im Hypothalamus durch das Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) angeregt.
Hauptverwendungsgrund für Prednisolon ist die immunsuppressive Wirkung. Prednisolon verhindert das Einwandern von Entzündungszellen in geschädigte Gewebebereiche und die Ausschüttung der in den Vesikeln der Entzündungszellen befindlichen immunmodulierenden Stoffe.
Äquivalenzdosis von Hydrocortison im Vergleich zu anderen Glukokortikoiden beträgt:
25 mg Cortison = 20 mg Hydrocortison = 5 mg Prednison bzw. Prednisolon = 4 mg Triamcinolon bzw. Methylprednisolon = 0,75 mg Dexamethason.
Durch eine zu lange Therapie mit hochdosierten Glukokortikoiden kann es zum Cushing-Syndrom kommen (Symptomatik siehe Unerwünschte Wirkungen).
→ Wirkung und unerwünschte Wirkung

18. Mai 2009 um 07:51 Uhr
Für mich auch oft lebensrettend. Ohne diese kleinen Pillen, das Prednisolon würde ich nicht mehr hier sitzen. Ich bin froh das es es gibt, obwohl ich auch gerne darauf verzichten würde. Vorallem wegen der vielen Nebenwirkungen. Im Moment nehme ich es nicht, aber irgendwann fällt mein Peak flow wieder so doll, das mir nichts anderes bleibt als es zu schlucken.
19. Mai 2009 um 16:41 Uhr
Hattest Du denn schon Probleme mit Nebenwirkungen? Wie haben die sich geäußert?
26. Mai 2009 um 09:27 Uhr
Klar habe ich Probleme mit den Nebenwirkungen. Wassereinlagerung und Gewichtszunahme durch vermehrten Appetit. Erys sind immer erhöht. Knochenstruktur ist beginnende Osteoporose aber durch zusätzliches Calcium in den Griff zu bekommen. Da ich aber kein Theophyllin vertrage, bleibt mir oft nichts anderes übrig wie Cortison. Ohne dieses Teufelszeug würde ich viel an Lebensfreude verlieren und auch nicht mehr arbeiten können. Hat mir auch schon oft das Leben gerettet, da ich auch schon mehrere Allergiereaktionen hatte. Mein Vater sagte immer: “Schlucken mien Deern”. Zusätzlich inhaliere ich mit Symbicort 320 3×2 Hub wirkt ja angeblich nur in der Lunge aber das glaube ich nicht wirklich.
29. Oktober 2009 um 19:39 Uhr
Ich fühle mich von der Ärzteschaft mehr als nur hintergangen : Ich habe eine lange Anamnese Und kann nur kurz dazu berichten : Dez 2006 Starke Kopfschmerzen : Diagnose =Arteriitis=, Therapie Prednisolon 100mg /täglich . Reduziert auf 50 nach 2 Wochen dann langsam weiter reduziert bis zum Jahr Mitte 2009. -dann Zusammenbrucch der gesamten Bindegewebe-Muskulatur. Einweisung in HKZ Rotenburg = Kein Cardialoger Schaden. Nur Bestätigung der massiven Muskulaturbeschädiugung der Extremitäten. Neue Diagnose =Es war nie eine Arteriitis.
Aber jetzt eine durch Prednisolon erworbenen Polymyalgia Rheumatica.
Jezt bin ich ruiniert . Kann bald nur noch Rollstuhl geschoben werden!! Feine Ärzteschaft !!!
Ciao Gero
28. Februar 2010 um 13:36 Uhr
Ich leide an schubförmiger Multipler Sklerose und würde ohne die Bolusgaben von Pred iv deutlich schwerere Behinderungen davon tragen. Diese Akutmaßnahme von 1000mg iv über 3-5 Tage ist für den Körper ein gravierender Einschnitt in den Stoffwechsel. Unter dem Medikament geht es mir soweit gut. Ich bin zwar enorm aufgeputscht, habe Heißhunger und bekomme Cushing, aber das Schlimmste ist der Entzug. Mit Ausschleichen ist es noch schlimmer. Das äußert sich bei mir in extremer Schwäche und Müdigkeit, Muskel- und Gliederschmerzen und ich fühle mich sehr schnell überreizt, geistig wie umnebelt und zu gar nichts fähig außer liegen. Geht das euch auch so? Ich bin immer kein “normaler” Mensch mehr.
1. Juli 2011 um 23:43 Uhr
hi Katja, ich hab ebenfalls schubförmige MS und hat dieses monat 5 tage solu-medrol 1000mg intravenös hinter mir. die absetzreaktion bzw. ausschleichreaktion kenn ich nur zu gut, wobei sie bei hitze noch schlimmer ist. diesmal kam cushing schon am 2. tag der infusionen, ebenso wie fürchterliche schmerzhafte überproduktion von magensäure trotz magenschutz ab dem 1. tag.
mein hausarzt hat mir 2 weitere woche magenschutz danach verschreiben, aber ich überleg mittlerweile auf noch länger, genauso wie calcium diesmal. die ersten 10 tage war ich nur noch müde, konnt aber nicht schlafen, nachts hab ich noch 7 tagen langsam wieder durchgeschlafen – zumindest für 5-6 stunden. ich schlaf normalerweise an die 8-9 stunden pro nacht. muskelschmerzen waren diesmal auch dabei, konnt kaum aufstehen, weil der rücken so schmerzte – hab ich mittlerweile mit muskelentspanner in griff bekommen. reizbar bin ich noch immer, und das 3 wochen nach der gabe noch.
weiters kam der verlust vom geruchssinn wieder dazu, seit etwa ner woche schmeckt langsam essen wieder so, wies schmecken soll – ich glaub daher kam auch der heißhunger, ich hab alle 2-3 stunden war zu beißen gebraucht und hatte das gefühl, ich hätte nichts gegessen, weil nichts nach was schmeckte. während der infusion war ich durchgehend gegen die übelkeit am essen oder am pfeffermintbonbons lutschen.
meinen MS-bekannten gehts eigentlich allen so bei der 5 tage dosis…
16. Dezember 2010 um 13:17 Uhr
Bin 64 -brauch noch keine Pillen-sportlich-dann Gehörsturz (mache selbst viel Musik mit rel.großer Lautstärke-
Studioarbeit ca 5.Jahre -unruhiger Typ)-bei Behandlung im Krankenhaus mit 6%HES u.Prednisolon
stellten sich Nebenwirkungen ein – Schlafstörungen( 1,5-2h Schlaf pro Nacht -Herzrhythmusstörungen -neben sich stehend – zu nichts mehr zu gebrauchen- nach 8 Tagen Zustand schlechter als zuvor- hoffentlich wird es noch besser – nehme noch GINGIUM -was kann man noch tun !!
Gruß Hagen
9. März 2011 um 16:11 Uhr
Hörsturz gehabt …
3 x 3 Tab eingenommen ,
3 x 2 , 3 x 1 und nun 4 x 1/ 2
fühle mich wie ein Wasserfass – totale Wassereinlagerungen – Beinen – Armen – Hände – fühle mich im Gesicht geschwollen – stehe total neben mir – Wortfindungsschwierigkeiten – Konzentration fehlt -
Ess ne Fresslust ohne Ende ! Gewichtszunahme – hoffe doch durch das Wasser !
nehme die restlichen Tabletten noch ein – 3 x 1/2
17. Dezember 2010 um 14:54 Uhr
hab heute das xte waterloo beim arzt erlebt:kommt alles vom zucker obwohl s labor klar zeigt ,das bzs und hba1c nur mit starken enzündungsmitteln sinken.hab noch prednisolon vom schwarzmarkt,werds wohl auf eigenes risiko einsetzen müssen,hat bisher immer noch besser geklappt als die diabetessch…. vom arzt.und wenn nicht,notschlachtung !!
13. Januar 2011 um 19:24 Uhr
Ich habe seit Wochen bei geringster Belastung Schwindelgefühle und dann Probleme bei Gehen.
Ein Internist meint ich hätte eine Entzündung an den Nervenende im Kopf und empfiehlt mir Pred 20 mg. Nach den erwähnten “Erlebnissen” auf dieser Seite habe ich starke Sorgen ob ich das wirklich soll.
Gibt es dazu vielleicht einen Rat. Dank und Gruß
12. Mai 2011 um 11:48 Uhr
Hallo Jonathan,
habe zufällig Deine Anfrage gelesen, weil ich wegen multipler Lebensmittelallergie Prednisolon einnehmen möchte (20 mg nur bei Bedarf wegen Herzrasen nach Essen), nun das ist für mich ein Grund, bin schwer stoffwechselkrank. Vor etwa 10 Jahren hatte ich Schwindelanfälle, bei Belastung und bei versch. Bewegungen , ein Jahr fast im Sitzen geschlafen. Dein Arzt scheint es sich sehr leicht gemacht zu haben, Schwindelanfälle haben sehr viele Ursachen als Möglichkeit, von einer Behandlung mit Prednisolom habe ich noch nie was gehört !! Würde es also nicht nehmen, kommt mir vor wie mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Es gibt Bücher über Formen von Schwindel und deren Behandlung und sicher auch einiges im Netz. Mir hatte man damals nur den Psychologen empfohlen, ich hatte aber eine Art Lagerungsschwindel und es war nach einem Jahr ganz langsam weggegangen. Schwindel ist sehr unangenehm, aber sehr häufig, und in 99 % aber ungefährlich, jedoch sehr unangenehm. Gute Besserung Michaela
10. Juli 2011 um 08:44 Uhr
Auf der Suche nach Wirkungen/Nebenwirkungen von Prednisolon bin ich hier gelandet und bin jetzt ganz geschockt von Euren Berichten.
Ich bin extrem übergewichtig (120 kg) und habe es in den Wochen endlich mit eiserner Disziplin geschafft wenigestens 5 kg abzunehmen. Liegt noch ein weiter weg vor mir.
Am Freitag hatte ich einen Hörsturz und habe deswegen Prednisolon verordnet bekommen. Muss ich jetzt 10 Tage nehmen. 2 Tage 100 mg, 2 Tage 75 mg, 2 Tage 50 mg und 2 Tage 25 mg.
Abgesehen von den richtig heftigen Nebenwirkungen die Blut, Immunsystem, Haut, Muskeln etc betreffen, habe ich hier eine Frage zu dem Stoffwechsel. Verschwinden die Wassereinlagerungen, Stammfettsucht usw. nach der Einnahme? Tritt das überhaupt ein, wenn man das Zeugs nur “so kurz” nimmt? Den erhöhten Appetit hab ich jedenfalls schon bemerkt. Fiel mir gestern extrem schwer, mich zu beherrschen.
Dass man sogar Depressionen bekommen kann von dem Zeugs find ich ja auch Hammer. Ich nehme nämlich seit 10 Jahren Antidepressiva wegen Panikattacken und bin die jetzt auch am ausschleichen (weil ich die auch für meine enorme Gewichtszunahme verantwortlich mache) und jetzt muß ich dann so ein Teufelszeug nehmen.
Irgendwie hab ich den Eindruck, daß mir mein Vorhaben irgendwie nicht gegönnt ist. Durch dieses Prednisolon kann mir alles wieder zunichte gemacht werden. Voll ärgerlich!!!! Aber ich versuch mir immer wieder zu sagen: es gibt ja wahrhaftig schlimmeres. Kann ja froh sein, daß es bloß ein Hörsturz war, der mich zur Einnahme zwingt und nicht z.B. MS.
5. September 2011 um 19:29 Uhr
Also ich habe seit 2007 Asthma und cronische Nasennebenhöhlenentzündung und muss daher immer wieder mal Prednisolon als “Stoßtherapie”, also über kürzere Zeiträume nehemn und kann die vielen hier beschriebenen negativen Erfahrungen gar nicht teilen. Etwas mehr Appetit war das einzige, was ich nach einigen Wochen zu spüren bekam (eine Therapie ging mal gute zwei Monate), ansonsten kann ich wirklich nur gutes berichten. Die Wirkung von Prednisolon bei mir ist echt grandios, ich fühle mich mit dem Zeug sehr wohl und hatte bislang noch keine bösen Nebenwirkungen, aber das ist sicherlich bei jedem unterschiedlich. Ich will damit nur sagen, dass sich keiner von vornherein schocken lassen soll, nur weil viele Leute damit schlechte
Erfahrungen gemacht haben…wie gesagt, es muss nicht zwangsläufig sein; für mich persönlich ist es ein kleines Zaubermittel, das besser wirkt als alles andere, was ich sonst einnehme.
19. Oktober 2011 um 14:42 Uhr
hallo,
hilft es bei cronische Nasennebenhöhlenentzündungen wirklich ??
mfg
peter
11. November 2011 um 02:39 Uhr
ich nehm das zeug nur wegen allergie und so,,,, aber die einzige nebenwirkung die ich spüre, ist extreme müdigkeit… zumindest reagiert es bei mir so,,,,
16. Dezember 2011 um 11:03 Uhr
Ich hatte im Alter von 13 Jahren schweres Asthma mit lebensgefährlichen Anfällen und wurde durch die mehrmonatige Einnahme von Prednisolon wieder vollkommen gesund. Probleme mit Nebenwirkungen hatte ich zu keiner Zeit, ich konnte sogar wieder Sport betreiben, und bin auch heute mit 63 Jahren noch vollkommen beschwerdefrei und “pumerlgsund”. Mir hat Prednisolon möglicherweise das Leben gerettet, ganz sicher aber hohe Lebensqualität zurückgebracht. Auch ich will die möglichen Nebenwirkungen des Medikaments nicht verharmlosen, aber es sollen auch die Heilungschancen nicht untergehen. Allen Kranken wünsche ich von ganzem Herzen viel Kraft und gute Besserung!