Herr Pfleger

Aber warum, Herr Pfleger?

∞ Koffein erhöht Tränenproduktion

Bei Patienten, die Kaffee oder Tee vertragen, spricht jedenfalls nichts gegen einen Therapieversuch (bitte in oraler Form und nicht etwa als Augentropfen). Die American Academy of Ophthalmology macht jedoch darauf aufmerksam, dass die Keratokonjunktivitis sicca wegen der möglichen Schädigung der Hornhaut eine ernstzunehmende Erkrankung ist und deshalb augenärztlich betreut werden sollte.

Das erklärt, warum ich eigentlich nie über trockene Augen zu klagen habe :)

Achja, Danke liebe Ärzteblatt für den Hinweis auf die Applikationsart…

∞ Polizist überlebt Messerattacke mit massiver Gehirnbeteiligung – Luckiest Unlucky Man

“He is probably the luckiest unlucky man you could ever have,” Dr. Bederson said at a news conference in New York.

The folding knife’s three-inch blade passed half an inch below structures that control motor functions and another half-inch from structures that control vision. It touched the nerve that gives sensation to the face and nicked, but did not penetrate, a major artery, Dr. Bederson said.

“It was a millimeter from everything; it was ridiculous,” he said later in an interview. “You don’t want to overemphasize, but he was at death’s door. He was minutes away from crashing.”

Ich finde solche neurochirurgischen Geschichten immer unglaublich faszinierend – der Mann hatte ein verdammtes Messer in seinem Kopf stecken und wird wieder vollständig am täglichen Leben teilhaben können.

 

∞ Organtransplantation: Wann ist ein Mensch tot?

Die Grenze zwischen Tod und Leben ist biologisch nicht definierbar. Bestimmbar ist nur der Hirntod. In Deutschland heißt Hirn in diesem Zusammenhang: Hirnstamm, Großhirn und Kleinhirn. In Großbritannien nur: Hirnstamm. Wie kann man zum jetzigen Zeitpunkt hundertprozentig sicher sein, dass alle drei Hirnbereiche der Frau definitiv erloschen sind?

Guter Artikel auf Zeit Online über das Thema “Organtransplantation”.

∞ Streit um teure Medikamente

Dagegen empfindet die Organisation Ärzte ohne Grenzen das Urteil von Bombay als einen “Meilenstein” im Interesse der Patienten. “Patentmonopole sind kein Freifahrtschein für überhöhte Preise”, sagt der Mediziner Phillip Frisch. Pharmafirmen würden ihre lukrativen Monopole auf Kosten von Patienten in ärmeren Ländern mit allen Mitteln verteidigen. “Es handelt sich auf keinen Fall um eine verrückte Enteignung, die sich die Inder ausgedacht haben”, meint Frisch. Er fordert weitere Hersteller von Nachahmer-Produkten in Indien auf, sich um Zwangslizenzen zu bemühen, zum Beispiel für Aids-Medikamente.

Ich sehe darin eine positive Entwicklung, wenn sich Regierungen um den Zugang zu lebenserhaltenden Medikamenten kümmern.

∞ Die Zukunft der Medizin: Die personalisierte Pille

Für jeden Patienten die beste Behandlung herauszufinden – das ist das Ziel von Hans Lehrach, der am Max-Planck-Institut die Abteilung Wirbeltier-Genom leitet. Bevor die Spritze gesetzt oder die Infusion gelegt wird, soll die jeweilige Therapie erst einmal am Computer simuliert werden.

Interessantes Forschungsprojekt und ein netter Ausblick in die Zukunft.

∞ Sommertag…

Paul - Alltagimrettungsdienst Blog:

Keine fünf Minuten später biegen wir in die Phantomstraße ein. Die Hausnummer 18 ist noch knapp hundert Meter entfernt, doch wir können schon die leblose Person mit einem grau-blauen Gesicht auf dem Boden liegen sehen. Einige Passanten stehen herum, alle starren, keiner tut etwas. ‚Das wird ne Rea’ schießt es mit durch den Kopf.

Leider, leider immer noch Realität, dass die Passanten schauen und gaffen und in der Zeit wird das Gehirn hypoxischer und hypoxischer…