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Smarte Heizungssteuerung: die Heizkörperthermostate von Wiser

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Mit Beginn der Heizperiode habe ich mich bereits nach smarten Heizungsthermostaten umgeschaut, da mich die sensoren- und programmgesteuerte Regelung von Heizungsthermostaten schon länger interessiert. Praktischerweise hat genau in dieser Zeit eine Kampagne für das smarte Mehrzonen-Regelsystem von Wiser bei der Produkttest-Plattform brandsyoulove.de begonnen, auf die ich mich beworben und auch akzeptiert wurde. Hier möchte ich Euch nun von meinen Erfahrungen mit dem Starter-Kit von Wiser berichten.

Was bringen „intelligente“ Heizkörperthermostate?

Was ist überhaupt die Idee hinter der smarten Steuerung der Heizung? Normalerweise werden die Heizkörper ja so geregelt, dass man das Thermostat auf irgendeine Zahl zwischen 1 und 5 stellt und meist wird die Heizung dann warm bis heiß. Und dies bleibt auch so, bis man sie wieder runter regelt oder der Raum eine bestimmt Temperatur erreicht hat. Alles nicht sehr spezifisch, aber man hat schon irgendwie ein Gefühl dafür, wie man die Heizung einstellen muss, damit irgendwann die gewünschte Wohlfühl-Temperatur erreicht ist.

Smarte Thermostate sind dank Sensoren und App-Ansteuerung genauer, komfortabler und ökonomischer. Warum dies so ist, werdet ihr im Laufe meines Berichts erfahren.

Wiser heat starter kit

Zum Testen wurde mir im Rahmen dieser Kampagne ein Wiser Starter-Kit der Firma Eberle zugeschickt, welches zwei Heizkörperthermostate, einen Hub sowie Batterien, Adapter und Anleitungen umfasst.

Wiser heat starter kit von Eberle by Schneider Electric

Damit kann man gut in die smarte Steuerung der Heizung starten. Der Hub ist dafür da, dass die einzelnen Thermostate mit der Handy-App kommunizieren können. 

Installation

Ich persönlich fand die initiale Installation der einzelnen Komponenten recht einfach. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass Menschen die nicht ganz so in der Materie stecken, etwas länger brauchen. Aber dank ausführlicher Anleitung und Schritt-für-Schritt-Erklärung in der App, ist die Installation für jedermann zu meistern.

Der Heat Hub

Der Heat Hub dient als Brücke zwischen Heizkörperthermostat und Smartphone-App bzw. Internet. 

Sehr erfreut war ich darüber, dass er nur über WLAN in das bestehende Netz integriert werden muss und nicht wie andere Smart-Home-Bridges (Philips hue, Gigaset elements) einen eigenen LAN-Anschluss benötigt. 

Heat Hub

Der Hub selbst wird also einfach nur an den Strom gesteckt und ist dann einsatzbereit. Eine kleine Status-LED befindet sich an der Vorderseite. Von der Größe ist er handlich und nicht sehr auffällig. Möglichkeiten für die Wandmontage sind gegeben. Bei mir liegt die kleine Kiste nun im Schrank neben der Fritzbox.

Selbst wenn der Internetzugang gestört ist, können über das lokale WLAN immer noch die Heizungen gesteuert werden.

Die App

Wiser Heat
Wiser Heat
Preis: Kostenlos
  • Wiser Heat Screenshot
  • Wiser Heat Screenshot
  • Wiser Heat Screenshot
  • Wiser Heat Screenshot
  • Wiser Heat Screenshot
  • Wiser Heat Screenshot
  • Wiser Heat Screenshot

Die App ist für iOS und Android verfügbar. Über sie werden der Account angelegt, der Heat Hub und die Thermostate ins System integriert sowie die restliche Steuerung und Heizplan-Erstellung durchgeführt.

Die App ist aktuell, sieht vom Design gut bis sehr gut aus und ist auch in ihrer Bedienung durchdacht und intuitiv.

Die Heizkörperthermostate

Die neuen Heizthermostate werden einfach anstelle der alten, „dummen“ Thermostate verwendet. 

Die Thermostate benötigen Strom und diesen beziehen sie aus zwei eingelegten AA-Batterien. Über den Ladezustand informiert die App beziehungsweise eine Status-LED auf dem Thermostat. Laut Herstellerangaben müssen die Batterien ca. alle 2 Jahre gewechselt werden.

Sehr kleine und versteckte Symbole für die Polung der Batterien

Beim Einlegen der Batterien ist auf die Polarität zu achten. Leider sind die Symbole dafür nur sehr klein auf den Kontakten selbst angebracht. Gegebenenfalls kann hier Eberle einen deutlicheren Hinweis anbringen in der nächsten Revision. Ich hatte Probleme herauszufinden, wie herum denn nun die Batterien in das Thermostat müssen.

Ansonsten ging die Montage bei mir problemlos. Altes Thermostat mit einer Zange abgeschraubt und das neue Thermostat per Hand angebracht. Etwas Ausprobieren muss man, damit die LED-Anzeige auch nach oben zeigt. 

Etwas schwieriger ist es, wenn das Ventil während der Installation nicht vollständig geöffnet ist. Dies kann man aber erreichen, wenn man die Kappe für 8 Sekunden in Richtung „+“ dreht.

Montiertes Heizthermostat

Bedienung und intelligente Steuerung

Ist alles eingerichtet, kann man in der App die einzelnen Thermostate Räumen zuordnen. Bei mir ist das einmal das Wohnzimmer und das Badezimmer.

In der Raumübersicht hat man dann den Überblick über die unterschiedlichen Räume, deren aktuelle Temperatur sowie deren eingestellte Soll-Temperatur. Die Soll-Temperatur kann über einen Zeitplan eingestellt werden. Wobei dieser Plan für jeden Tag unterschiedlich aussehen kann, aber nicht muss. Da bei vielen der Alltag regelmäßig ist, gibt es eine „Kopier-Funktion“, wenn man einen Tag eingerichtet hat und diesen z.B. für alle anderen Werktage übernehmen möchte. Mein Plan sieht an allen Tagen gleich aus.

Wenn man nun für jeden Raum einen individuellen Heizplan erstellt hat, muss man eigentlich keine weiteren Einstellungen vornehmen und die Thermostate regeln alles selbstständig.

Möchte man dann doch die Heizung etwas wärmer oder kälter einstellen, so kann man an der Kappe des Thermostats in Richtung „+“ oder „-“ drehen. Das Drehen wird mit dem Leuchten einer roten bzw. blauen LED bestätigt. Dadurch kann man die Soll-Temperatur für eine Stunde um 2 Grad erhöhen bzw. reduzieren.

Weitere Einstellungen

Es gibt unterschiedliche Betriebsarten: zum einen den Eco-Modus, der mit der Regelung der Heizung genau zum eingestellten Zeitpunkt beginnt sowie einen Comfort-Modus, der mit der Regulierung der Heizung frühzeitig beginnt, so dass die gewünschte Temperatur zum eingestellten Zeitpunkt bereits erreicht ist.

Bei jedem Thermostat kann eingestellt werden, ob die „Fenster-offen-Erkennung“ aktiv sein soll. Dann bemerkt das Thermostat selbst einen signifikanten Temperaturabfall und regelt den Heizkörper während dem Lüften herunter.

Über einen „Abwesend-Betrieb“-Schalter, können alle Heizkörper auf einmal in den Spar-Betrieb (Standardwert: 16 Grad) gestellt werden. Der Abwesenheitsbetrieb lässt sich auch über einen IFTTT-Befehl automatisiert beim Verlassen den Hauses schalten.

Schönes, schlichtes Design

Fazit

Das Starter-Kit ist nun seit ca. 14 Tagen bei uns im Betrieb und ich bin echt zufrieden. Die Installation und Einrichtung ging schnell von der Hand. Bei der Installation des zweiten Thermostat ist klar geworden, dass eine Erweiterung des Systems mit weiteren Thermostaten jederzeit problemlos und schnell möglich ist. 

Die wir neben der Heizung im Wohnzimmer noch einen Holzofen haben, musste dort regelmäßig per Hand die Heizung nachjustiert werden. Dies fällt nun weg und auch das Problem, dass vor dem Wiser System, das Wohnzimmer morgens recht kalt war, weil wir vergessen haben, die Heizung für den nächsten Morgen wieder anzudrehen. Dies ist für mich persönlich bisher der größte Benefit, dass ich einen Punkt auf meiner innerlichen Abend-ToDo-Liste streichen kann. 

Als Bonus hätte ich mich noch über eine Einbindung in Homekit gefreut. Bisher ist das System mit Amazon Alexa und Google Assistant kompatibel.


Über den Autor

Matthias

Medizinstudent, Papa, (ehemaliger) Gesundheits- und Krankenpfleger auf einer großen Intensivstation sowie leidenschaftlicher Blogger und Jogger.

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