Pflege

Pflegerische Beratungsinhalte bei Patienten mit Herzinsuffizienz

Patienten mit einer Herzinsuffizienz sind keine Seltenheit auf der Station – was für Beratungsinhalte sind nun wichtig für den Patienten, wenn er wieder nach Hause entlassen wird?

  1. Ernährungsberatung – fettarme, leichte, ausgewogene und gesunde Kost zur ggf. notwendigen Gewichtsreduktion. Zudem sollte die Ernährung kochsalzarm (NaCl) sein, da Natrium Wasser bindet und somit den Blutdruck steigert. Desweiteren könnte sich bei einer ausgeprägten Rechtsherzinsuffizienz eine Stauungsgastritis ausbilden, welche zu Übelkeit führen kann und dann wären viele kleine und leichte Mahlzeiten zu empfehlen.
  2. Beratung zur täglichen Gewichtskontrolle und zur Trinkmengenbeschränkung – wichtig ist hier die frühzeitige Erkennung von Einlagerungen. Gewichtsveränderungen von +/- 1 Kilogramm pro Tag und +/- 3-4 Kilogramm pro Woche ist ok, alles andere wäre ein Grund zum Arzt zu gehen.
  3. Beratungsgespräch über Warnzeichen – der Patient soll lernen Warnzeichen (Ödeme, Lungenrasseln, Tachykardie, Hypertonie, Dyspnoe) frühzeitig zu erkennen und kompetent zu handeln.
  4. Beratung und Anleitung zu Atemübungen – Patient soll Sicherheit erlangen im Umgang mit Belastungssituationen und in Atmennotzuständen. Hilfreich ist hier die Möglichkeit der dosierten Lippenbremse.
  5. gute Schlafbedingungen schaffen – wichtig bezüglich den Schlafbedingungen ist hier, dass der Patient über die Wirkung der Diuretika Bescheid weiß (Einnahme bestens morgens), selbst für eine ruhige Umgebung sorgt, keine schweren Mahlzeiten vor dem Schlafengehen einnimmt und auch nicht zuviel vor dem Schlafengehen trinkt, damit er sich ausreichend erholen kann. Durch die Atemnot und das häufige nächtliche Wasserlassen (Nykturie) ist in der Regel der Schlafrhythmus des Patienten eh sehr gestört.
  6. Medikamentenberatung – Wichtig ist hier, dass der Patient selbst kompetent mit dem Umgang seiner Medikamente wird. Er sollte über Nebenwirkungen seiner Medikamente Bescheid wissen und diese auch erkennen können.

Über den Autor

Matthias

Medizinstudent, Papa, (ehemaliger) Gesundheits- und Krankenpfleger auf einer großen Intensivstation sowie leidenschaftlicher Blogger und Jogger.

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