Klinikalltag

„Intensivstation“ kommt am 30. Dezember im ZDF

Vor einigen Tagen habe ich Euch von dem Dokumentarfilm „Intensivstation“ berichtet, in dem die Regisseurin Eva Wolf über einen Zeitraum von 4 Monaten das Geschehen auf einer Intensivstation der Uniklinik Charité Berlin begleitet und dokumentiert hat.

Dr. Kämper mit Patientin

Mittlerweile ist nun der Termin bekannt, wann man den Film auch im Fernsehen schauen kann:

Erstausstrahlung – ZDF / Das kleine Fernsehspiel

Montag, 30. Dezember 2013 um 00:00 Uhr (wenn man es genau nimmt, ist es also schon Dienstag, der 31. Dezember 2013).

Weitere Termine:

03. Januar 2014 auf zdf.kultur um 20:15
04. Januar 2014 auf zdf.kultur um 00:30

Die Produzentin Kathrin Lemme über INTENSIVSTATION:

Der Film INTENSIVSTATION verlangt dem Zuschauer einiges ab, denn er vereinfacht nicht, beschönigt nicht und die Kamera schaut nie weg. Er nimmt uns mit in eine Welt, die  normalerweise verschlossen bleibt. Ihre Türen öffnen sich uns meist erst, wenn wir selbst betroffen sind. Und das kann jedem von uns jeder Zeit passieren.

Der Film veranlasst, über das Leben und das Sterben zu sprechen. Es geht um große Fragen des Lebens, aber auch um die ganz konkrete Frage, wie wir selbst im Fall der Fälle behandelt werden wollen.

Dr. Meyer spricht mit Patient

Ich werde den Film auf jeden Fall aufnehmen und bin schon sehr gespannt. Wenn der Film auch in der Mediathek zur Verfügung steht, werde ich selbstverständlich auch darüber berichten.

Der Film hat auch eine eigene Internetseite: http://www.intensivstation-film.com/

Update: Der Film hat nun auch eine eigene Facebook-Page: facebook.com/intensivstation

Update:
Es gibt neue Termine, an denen „Intensivstation“ im Kino gezeigt wird:

In Friedrichshafen läuft INTENSIVSTATION am 23.2.14 um 14:00 Uhr auf den Filmtagen Friedrichshafen:
http://www.kulturbuero-friedrichshafen.de/spielplan/veranstaltungen/termin/23/februar/2014/veranstaltung/intensivstation.html

In Berlin wird INTENSIVSTATION am 24.2.14 um 19:30 in der URANIA gezeigt.
Hier werden auch am Drehbeteiligte als Gäste anwesend sein!
http://www.urania.de/programm/2014/t813/

An beiden Terminen wird die Regisseurin Eva Wolf vor Ort sein und sich auf eine anschließende Diskussion freuen.

Über den Autor

Matthias

Medizinstudent, Papa, (ehemaliger) Gesundheits- und Krankenpfleger auf einer großen Intensivstation sowie leidenschaftlicher Blogger und Jogger.

19 Kommentare

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  • Ich arbeite selber auf einer Intensivstation an der Charité und finde es sehr gut das die Arbeit auf einer ITS transparent für Laien gestaltet wird.
    Schade finde ich nur die Sendezeit! Warum kann man solch ein kritisches und akutes Problem des Fachkräftemangels in Deutschland nicht zu einer Zeit senden wo mehr Mennschen angesprochen werden können…….

    • Vielleicht wird es ja eine Wiederholung zu einer humaneren Sendezeit geben oder ein besserer Sendeplatz im Spartensender ZDFinfo.

      Wünschenswerte wäre es natürlich gewesen, wenn der Film initial schon zu einer besseren Uhrzeit gesendet werden würde, da das Thema Intensivmedizin und -pflege doch einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden sollte…

      • Na, haben die sicher so gelegt, damit auch die Spätdienstler sich das ansehen können!!!! (bitte nicht ernst nehmen)

    • Ich bin der Meinung, dass das Thema um 20.15 im ZDF gesendet werden muss. Es geht hier um ein wichtiges Thema das alle Betrifft “ Pflegenotstand in Deutschland und sollte schon auf ZDF und auf ZDF Kultur gesendet werden !

  • Ist ja nichts neues, dass im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk anspruchsvolle, nicht massenkompatible Produktionen ohne Aussicht auf zweistellige Quote irgendwo im Nachtprogramm vergraben werden …

  • Ich arbeite auch selber in der Intensivmedizin und wäre auch für eine Sendezeit die sich am Tage befindet, denn es gibt so viele Unwissende !Was es bedeutet auf einer Intensivstation zu Arbeiten oder auch zu Liegen stellen sich viele ganz anders vor

  • Sie senden das nicht zu einer Zeit an der es jeder schaut, denn so umgehen sie die Tatsache , dass der Mangel an Pflegekräften noch mehr publik gemacht wird!!

  • Das der Sendetermin ungünstig ist, da sind wir uns alle einig, denke ich.

    Dass der Termin so gelegt ist, um den Fachkräftemangel zu verstecken, glaube ich nicht.

    Darum geht es nämlich in dem Film gar nicht. Der Film möchte der Allgemeinheit einen Einblick erlauben in die täglichen Grenzerfahrungen von Patienten, Angehörige und Ärzte-Pflege-Teams auf einer Intensivstation.

    Er macht wohl eher deutlich, dass es unglaublich wichtig ist, dass in diesem Bereich Fachkräfte arbeiten und dass diese Arbeit auch weiterhin von Fachkräften durchgeführt wird. Und das diese Arbeit ein großes Maß an Anerkennung bedarf!

  • Hallo, ich finde es auch gut, das der Film gemacht wurde, allerdings die Uhrzeit ist echt übel.
    Bin auch Gesundheits und Krankenpfleger auf einer Unfallchirurgie.
    Gruß Holger

  • Ich freue mich auf den Film. Schade die Sendezeit, denn die die es sehen sollten werden es nicht tun. Dennoch immerhin geht mal was ;) … Und wir intensivleut wissen was wir tun ;)

  • Hallo Leute, ich arbeite in der Notaufnahme und finde es erstmal richtig und gut das so ein kritisches Thema publik gemacht wird, klar die Zeit ist etwas anders als man sich das wünschen würde aber ich weiß das ich mir den Film trotzdem anschauen werde. Denn die Leute die den Film sehen sprechen darüber und je mehr darüber sprechen desto mehr Leute werden darüber Nachdenken und sich den Film evtl. als Wiederholung anschauen oder in der ZDF Mediathek und dann wird es öffentlicher.
    Und zu euch als Anasthesie- und Intensivpfleger/In ich möchte euch sagen ich bewundere eure Arbeit und finde trotz des Personalmangels und trotz das die Kliniken mehr und mehr rote Zahlen schreiben IHR macht eine Super Arbeit und IHR seit klasse und ich kann nur sagen macht weiter so …Ich habe nach Fertigstellung meines Exams mich als Intensivpfleger weiterbilden zu lassen!
    Danke für eure Arbeit

    Viel Erfolg und liebe Grüße

    Patric

  • Hallo zusammen… Ich habe gestern den Film gesehen, denn ich bin auch in der Pflege tätig und finde es gut, dass in die Öffentlichkeit gegangen wird um die Arbeit in einer Klinik für die Zuschauer transparenter zu gestalten. Ich fand der Film war gut gemacht. Ich komme selbst gerade aus einer 2jährigen Weiterbildung, in der uns Hygiene ohne Ende unterrichtet wurde. Und da sind wir bei den Dingen die mich gestört haben…. Da sitzt eine Krankenschwester oder Ärztin mit Rot lackierten Fingernägeln in einer Besprechung, mehrere Pflegepersonen hatten an den Unterarmen Armketten oder Uhren an, aber auch Ringe und einer der Ärzte marschierte mit seiner Kaffeetasse durch die Patienten Zimmer…. Das ist ja nun nicht hygienisch einwandfrei.

    • Die Hygieneprobleme sind mir auch aufgefallen. Wenn ich selbst ein Kamerateam bei der Arbeit dabei hätte, würde ich glaube ich schon darauf achten, zumindest nicht grob unhygienisch zu arbeiten. Ich hätte auch erwartet, dass bei so einem Dreh die Bereichsleitung/PDL das Team nochmal in dieser Richtung instruiert. Andererseits spiegelt das, was wir im Film sehen, die Realität doch ganz gut wider — wer hier hat nicht solche Kollegen, die konsequent mit Ehering und Armband zum Dienst erscheinen?

  • Für alle die INTENSIVSTATION noch nicht gesehen haben, es gibt zwei neue Termine:
    In Friedrichshafen läuft INTENSIVSTATION am 23.2.14 um 14:00 Uhr auf den Filmtagen Friedrichshafen
    http://www.kulturbuero-friedrichshafen.de/spielplan/veranstaltungen/termin/23/februar/2014/veranstaltung/intensivstation.html

    In Berlin wird INTENSIVSTATION am 24.2.14 um 19:30 in der URANIA gezeigt.
    Hier werden auch am Dreh Beteiligte als Gäste anwesend sein!
    http://www.urania.de/programm/2014/t813/
    an beiden Terminen bin ich ebenfalls dabei + ich freue mich schon auf gute + lebhafte Diskussionen! Eva Wolf