Anatomie Klinikalltag Pflege

[Haut] Effloreszenzen – die Haut wie sie singt und lacht

Der blaue Fleck oder das Hämatom
Der blaue Fleck oder das Hämatom

Unsere Haut ist ein unglaubliches Organ. Doch auch ein unglaubliches Organ kann sich verändern und unglaubliche Erscheinungen zu Tage bringen.

Macula – der Fleck:

Flecken finden wir ja viele auf unserer Haut – sie unterschieden sich sowohl in Farbe als auch in ihrer Größe. Hier einmal ein paar Beispiele für verschiedene Flecken auf unserer Haut jeweils anhand der unterschiedlichen

Der blaue Fleck oder das Hämatom
Der blaue Fleck oder das Hämatom
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Farben unterschieden:

  • blau: hat die Haut blaue Flecken, so ist dies nicht selten ein wunderbares Hämatom – eine tiefer liegende Einblutung ins umliegende Gewebe. Geht der blaue Fleck jedoch mit der Zeit nicht weg, so könnte es sich auch um eine Pigmentansammlung innerhalb einer der Hautschichten handeln (Melanin im Korium oder ein dermales Malonozytom)
  • braun: wer Sommersprossen hat weiß wovon ich spreche: auch hier handelt es sich um Pigamentansammlungen (Melanin, Hämosiderin) in der tiefsten Hautschicht.
  • rot: siehst Du rote Flecken an deinem Körper, so könnten diese Anzeichen für eine Gefäßerweiterung sein, welche sich auch wieder zurückbilden (z.B. Erythem bei entzündlichen Geschehnissen). Auch oberflächliche Einblutungen führen zu roten Flecken, wie z.B. Blutergüße oder Petechien, die man oft bei Hypertoniker beobachten kann.
  • gelb: mhh, gelbe Flecken – das könnten Einlagerung von körpereigenen Stoffen wie Karotin Farbstoff der z.B. in Karotten zu finden ist) und Gallenfarbstoffen sein.
  • weiß: und zu guter Letzt haben wir noch weiße Flecken. An diesen Stellen fehlt jegliche Pigmentierung.

Papula – das Knötchen:

Die Papula ist eine umschriebene Erhabenheit der Hautoberfläche, welche jedoch keinen größeren Durchmesser als 5 mm hat. Ist die Erhabenheit größer, so spricht man von einem Nodus – Knoten.

Aber wie entstehen diese Dinger? Tja, es handelt sich hier um eine Vermehrung der Zellen in unterschiedlichen Hautschichten. Gutes Beispiel für eine Papula ist die Warze, bei der es sich um eine Zellvermehrung innerhalb der Epidermis handelt.

Bulla – die Blase:

5 Stunden Wanderung durch die Berge oder 8 Stunden Frühdienst mit den falschen Schuhen und schon hat man eine wunderschöne Bulla. Hierbei handelt es sich um einen mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum, wobei es bei kleineren Bläschen (Vesiculae) es auch mehrere Kammern geben kann. Typisch ist die Flüssigkeit, welche entweder klar oder auch leicht blutig sein kann.

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Auch wenn es einen immer wieder dazu drängt die Blase zu eröffnen und die Flüssigkeit herauszulassen, so sollte man dies möglichst unterlassen, da dies zum einen eine Eintrittspforte für Keime schafft und es zum anderen kein besseres Klima für Wunden gibt, als unter dieser wunderbaren Blase.

Urtica – die Quaddel:

Der lateinische Name der Brennnessel ist Urtika, wodurch wir uns schon sehr dem Aussehen dieser Hauteffloreszens genähert haben. Die Urtica ist eine plötzlich auftretende, mit starkem Juckreiz verbundene, meist rosafarbene Erhabenheit der Haut. Auch die Reaktion der Haut auf einen Mückenstich ist eine Urtika.

Bezeichnend für eine Urtika ist die Ausschüttung von Histamin aus den Mastzellen.

Pustula – die Pustel:

Wir haben Eiter, wir haben einen Hohlraum und somit haben wir eine Pustula :-) Sie entsteht durch eine Infektion der Haut durch Bakterien oder Pilzen und die darauffolgende leukozytäre Abwehrreaktion.

Über den Autor

Matthias

Medizinstudent, Papa, (ehemaliger) Gesundheits- und Krankenpfleger auf einer großen Intensivstation sowie leidenschaftlicher Blogger und Jogger.

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