Herr Pfleger

Aber warum, Herr Pfleger?

Wie spritze ich richtig – Bildserie

Nach einem Besuch im Krankenhaus stehen viele Patienten vor dem scheinbaren Problem, dass sie sich die Anti-Thrombose-Spritze (Heparin, Fraxiparin, Fragmin, Clexane) selbst injizieren müssen.
Um etwas bei diesem Prozess zu helfen, habe ich mich auch einmal selbst gespritzt und den ganzen Vorgang sowohl auf Bildern/Fotos als auch in schriftlicher Form als Anleitung festgehalten.

Und hier nochmal die Anleitung zur Injektion [Wie spritze ich richtig? - der kleine Picks gegen Thrombose]:

  • Auswahl der Injektionsstelle – bei täglicher Injektion öfters die Injektionsstelle wechseln.
  • Desinfektion der gerade ausgewählten Einstichstelle mit einem Alkoholtupfer (oft werden Desinfektionstupfer bei Fertigspritzen mitgegeben) oder einem geeigneten Haut-Desinfektionsmittel aus der Apotheke. Das Desinfektionsmittel sollte dann ca. 30 Sekunden einwirken.
  • Die Einwirkzeit lässt Dir nun genug Zeit um die Spritze vorzubereiten. Je nach Präparat ist die Spritze noch ein angepackt und auf der Kanüle (Nadel) sitzt noch ein Gummistopfen. Also Spritze auspacken und Gummistopfen entfernen falls vorhanden. Dabei bitte versuchen nicht den Kolben der Spritze zu bewegen oder die Kanüle zu verbiegen.
  • Jetzt wird es ernst: desinfiziertes Einstichgebiet mit Daumen und Zeigefinger leicht anheben, so dass eine Hautfalte entsteht. In diese Hautfalte nun die Nadel senkrecht und vollständig einstechen. Picks! Wenn Du besonders dünn bist, kannst Du die Nadel auch leicht angewinkelt einstechen.
  • Nadel steckt, jetzt muss nur noch der Wirkstoff unter die Haut: also drück den Kolben der Spritze langsam herunter. Dabei kann es zu einem leichten Druckgefühl und/oder einem leichten Brennen kommen, aber das ist normal.
  • Ist die komplette Dosis verabreicht, musst Du nur noch die Nadel rausziehen und Du hast es geschafft. Je nach Präparat gibt es an der Spritze ein Schutzmechanismus der zurückgeschnellt, wenn die komplette Dosis injiziert ist, um vor Nadelstichverletzungen zu vermeiden. Falls dies nicht der Fall sein sollte, so sollte die Spritze in einem geeigneten Behälter entsorgt werden, um Folgeverletzungen an den Nadel zu verhinden.

10 Kommentare

  1. Ich wurde damals bei der Bundeswehr während eines Nachtdieenstes auf der SAN Station einfach ins kalte Wasser geworfen: “haben sie schonmal ne Thrombosespritze gegeben?” – “Nein!” – “OK, ich zeigs ihnen jetzt einmal, dann machen sie das immer selbst!”
    Ich weiß nicht, ob ich mir selbst ne Spritze geben könnte… Bin da ein riesen Weichei.

  2. Das erstemal konnte ich es auch nicht – da musste mein Kollege mir die Spritze erst geben. Und dann hab ich es direkt danach selbst gemacht und es ist es kein Problem mehr.
    Aber beim ersten Mal haben mir die Hände schon sehr gezittert und geschwitzt.

    Finde es wichig, dass ich weiß wie es sich anfühlt, wenn man eine Spritze injiziert bekommt, weil auf Station spritzt man ja die Patienten tagtäglich.

  3. Pingback: Diabetes mellitus

  4. ey das waren noch zeiten, sc selbst spritzen, die beste stunde in der schule überhaupt ;)
    faszinierend, was der körper unterbewusst für hemmungen aufbauen kann, damit man sich nicht selbst spritzt.

  5. Das Vergnügen hatte ich zu Schulzeiten mal. Hab das beste draus gemacht und mir nen Smiley in den Bauch gestochen – mit dem Bauchnabel als Nase ;)

  6. vieviel Stunden muß ich vor einem Flug in den Urlaub die Spritze verabreichen.Und wie tief muß ich die nadel einstecken

  7. Tipp (Vor allem für Vielgespritzte): Um dem entstehen von blauen Flecken vorzubeugen, lohnt es sich, nach der Injektion die Stelle noch ca 30 Sekunden mit dem Tupfer zu drücken.

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