Technik

Watchever im Langzeittest

Nachdem ich bereits Maxdome und Lovefilm als Streamingdienst getestet habe, fehlt natürlich noch der dritte große Player im aktuellen Streamingmarkt: watchever.

watchever ist der Service, bei dem ich geblieben bin und bei dem ich wirklich aktiv monatlich Geld einwerfe, damit ich ihn weiter nutzen kann. Bei Maxdome hab ich schon einmal Geld gelassen, aber eher durch ein Kündigungsproblem statt durch die Überzeugung durch den Service.

Was mir an Watchever gefällt:

Aller größter Pluspunkt bei watchever ist die Verfügbarkeit des Originaltons bei den meisten Filmen und Serien. Bei Breaking Bad waren die Folgen der zweiten Hälfte der letzten Staffel sogar nur im OT verfügbar, da sie dadurch bereits wenige Tage nach der Erstausstrahlung in den Staaten auch hier bei uns verfügbar sein konnten.

Die Nutzung ist sehr bequem. Zwar gibt es keine App für die Sony Smart-TVs, aber dafür eine gute Unterstützung aller Apple-Produkte. So kann man mal schnell eine Folge der aktuell geschauten Serie auf dem iPad im Bett oder auf dem Sofa schauen. Oder aber man schaut sich ganz gemütlich einen Blockbuster auf dem Fernseher an über die watchever-App, die auf dem Apple TV verfügbar ist. Der Großteil der Titel liegen bei watchever in HD vor und sehen auch auf dem großen Bildschirm super aus.

Es gibt einen Offline-Modus. Getestet habe ich diesen auf dem iPhone und dem iPad. Das ist absolut genial für lange Zug- oder Autofahrten. So kann man eine 6-stündige Zugfahrt schon mal gut mit 6 Folgen der Lieblingsserie überbrücken. Auch auf mobilen Android-Geräten ist der Offline-Modus vorhanden.

Wer auf aktuelle Serien und Blockbuster hofft, ist bei watchever falsch. Das Angebot ist schon älter, hat aber meiner Meinung nach einen ausreichend großen Umfang mit Toptiteln wie Breaking Bad, Mad Man, Grey’s Anatomy oder auch Dexter. Meist fehlt die letzte bereits verfügbare Staffel von Serien. Ausnahmen gibt es jedoch auch, wie z.B. bei der letzten Staffel von Breaking Bad. Mir ist es bis jetzt noch nicht passiert, dass ich watchever geöffnet habe und nichts gefunden habe, was ich mir anschauen könnte. Außerdem kommen wöchentlich neue Titel hinzu.

Obacht: aus Lizenzgründen verschwinden Titel auch wieder. So muss man sich bei manchen Serien manchmal beeilen, dass man die Staffel noch fertig schaut, bevor sie bei watchever wieder verschwindet. Zum Beispiel sind die Staffeln von „Sex and the city“ momentan verschwunden, aber kommen wohl nach einiger Zeit wieder.

watchever apple tv

Man kann einen Account mit insgesamt 5 Geräte verknüpfen. Wir nutzen meinen Account aktuell zu dritt und haben als verknüpfte Geräte eine PS3, eine PS4, ein MacBook, ein iPad und einen Apple TV.

Es ist schon erstaunlich, welche Möglichkeiten es mittlerweile gibt, um diese neue Form von Medien in unser Zuhause nahtlos zu integrieren. Spannend fände ich für mich noch den Einsatz eines Surround-Systems, welches komplikationslos mit meinen anderen bereits vorhandenen Geräten funktioniert. Oder auch der Aufbau eines Heimnetzwerkes, was mir die zentrale Steuerung meiner diversen Geräte z.B. über eine App auf dem iPad erlaubt. Ich finde es absolut spannend, was bereits möglich ist in diesem Bereich.

Zurück zu watchever: Preislich bezahlt man 8,99 € pro Monat. Außerdem kann man das Abo auch mit seinem iTunes-Guthaben bezahlen, welches man immer mal wieder mit einer Ersparnis von 20-30% Ersparnis durch Guthabenkarten im Angebot auffüllen kann. Somit sind es im Endeffekt, wenn man 20% auf das iTunes-Guthaben bekommen hat, nur noch ca. 7,20 € pro Monat für einen guten Service.

Mittlerweile läuft der Dienst recht stabil, auch wenn es immer mal wieder zu Stoßzeiten (abends und am Wochenende) zu Rucklern oder Hängern kommt.

Von denen aktuell in Deutschland verfügbaren Streamingdiensten, finde ich persönlich watchever am besten und nutze ihn auch aktiv.

Ausblick: Netflix in Deutschland

Vor wenigen Tagen ging die Nachricht durch das Netz, dass dieses Jahr noch Netflix in Deutschland starten soll. Sobald dieser Fall eintreten sollte, wird es bestimmt wieder mehr Bewegung im Markt der Streamingdienste geben, da Netflix sogar mit selbst produzierten Serien wie „House of Cards“ aufbieten kann. Zu erhoffen ist auch, dass Netflix durch seine Größe auch einen guten Einfluss auf die Lizenzvergaben hat und somit ein noch größeres und aktuelleres Angebot bieten kann als seine Konkurrenten. Aber ob und wann Netflix nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt. Die aktuellen Gerüchte sind auch nur aufgekommen, da Netflix nach Mitarbeitern mit Deutschkenntnissen sucht.

Welchen Streamingservice benutzt ihr denn, wenn ihr denn einen verwendet? Und wenn nicht, was hindert Euch?

Über den Autor

Matthias

Medizinstudent, Papa, (ehemaliger) Gesundheits- und Krankenpfleger auf einer großen Intensivstation sowie leidenschaftlicher Blogger und Jogger.

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